Am 2. Januar 1964 ging die „Europawelle Saar“ auf Sendung.  Der Gründungsintendant des SR, Franz Mai, begründete die Entscheidung für den Aufbau dieser damals neuartigen Servicewelle so: „Wir glauben mit diesem neuen Programm einen wesentlichen Schritt zur Erneuerung des Hörfunks zu tun …  und durch eine wohl abgewogene Verknüpfung von Unterhaltung und Kultur-Information, wertvolle Bildungsgüter an die Massen der Menschen herantragen zu können. Ein Novum in der deutschen Radiolandschaft der 1960er Jahre waren der vergleichsweise dominante Musikanteil sowie eine fließende Einbindung von Werbeblöcken. An Umsetzung und jugendlicher Prägung des Konzeptes wirkten damals populäre Moderatoren wie Manfred Sexauer und Dieter Thomas Heck mit. Über den reichweitestarken Mittelwellensender fand das Programm seinerzeit auch viele Hörer in der damaligen DDR. Erstmals 1976 trug das Programm den Namen „SR 1 Europawelle Saar“, später wurde der Zusatz „Saar“ entfernt.